Xoranya hatte alle in der Löwenwacht zusammen gerufen für einen letzten, entscheidenden Auftrag. Doch zunächst erkundigte sie sich, wie die Rettungsmission von Ariy gelaufen war und ob es der Kaldorei gut ging. Jiltanith, Mynariel und Jack erzählten von ihren Erlebnissen und wie das Teufelsblut die Nachtelfe verändert hatte. Xoranya meinte, dass die Hand des Propheten schon seit einiger Zeit Proben des Dämonenbluts von den Orks sammeln ließ, um ein Serum zu entwickeln, mit dem die Auswirkungen rückgängig gemacht werden konnten. Vielleicht konnte dieses Serum auch Ariy helfen. Mynariel würde dieser Sache auf jeden Fall nachgehen.

Doch nun galt es Gul’dan endlich das Handwerk zu legen. Es war ihm gelungen Mannoroth auf der Spitze der Höllenfeuerzitadelle wiederzubeleben, damit er die Armee von Allianz und Horde auslöschen konnte. Doch der Dämon konnte zurück in den Nether geschickt werden, bevor seine Beschwörung vollständig war. Ob dieser Niederlage zog sich Gul’dan zum Dunklen Portal zurück, um dort all seine Kraft aufzubringen für ein gewaltiges Dämonenportal, mit dem die Invasion der Brennenden Legion auf Draenor beginnen sollte. Die enorme Energie, die dafür nötig war, zog er aus einer unbekannten Quelle, welche am Thron von Kil’jaeden ausgemacht worden war. Xoranya vermutete, dass es sich dabei um das Titanenartefakt handeln könnte, welches die Orks in Nagrand gestohlen hatten. Kondo und sie hatten die Spur bis zum Tanaandschungel verfolgt und es zunächst in der Höllenfeuerzitadelle vermutet, doch dort wurde es nicht gefunden. Nun sollte die Gruppe das Artefakt mit Hilfe eines Resonanzkristalls der Draenei finden und zerstören, damit Gul’dan sein Werk nicht vollenden und ein für alle Mal geschlagen werden konnte.

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Mit einem Gyrokopter flogen sie hinauf zum Thron und Xoranya führte sie einen verschlungenen Weg entlang, auf dem Teufelswachen patrouillierten. Sie schalteten die Dämonen mit vereinter Kraft aus und mussten mehrere Ströme von mit felverseuchtem Wasser überqueren, die ihren sicheren Tod bedeutet hätten, wären sie hineingefallen.

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Der Weg mündete in einer Höhle, wo der Resonanzkristall besonders stark pulsierte. Das Artefakt musste sich darin befinden. Der schwefelhaltige Gestank des verseuchten Wassers raubte ihnen fast den Atem. Doch im hinteren Bereich konnten sie eine Verdamniswache ausmachen, die von Sargerai beschützt wurde.

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Sie bezwangen die Wachen und stellten sich dem Dämon, der sie nur auslachte und sich sehr sicher schien, dass ihm diese Würmer nichts anhaben konnten. Doch er hatte nicht mit der geballten Macht des Lichts gerechnet. Nach einem kurzen, aber heftigen Kampf lag er darnieder und Xoranya konnte ihm das Artefakt abnehmen.

Sie versuchten es mit bloßer Waffengewalt zu zerstören, aber es hielt stand. Auch die Schattenmagie von Jack konnte es nicht beeinflussen. Dafür erschienen mehrere Geister in der Höhle, so dass sie sich gezwungen sahen, den Ort möglichst schnell zu verlassen.
Draußen in Sicherheit erkannte Xoranya die wahre Macht des Artefakts. Es war in der Lage die Kräfte seines Trägers zu verstärken. So wie es die Kräfte der Verdamniswache auf Gul’dan umgeleitet und verstärkt hatte, so dass sie selbst schwach und leicht bezwingbar wurde, so hatte es sich der Schattenmagie Jacks bedient und ihm eine Vision geschenkt. In den Händen der Paladin schien es seine volle Macht entfalten zu wollen und allen war klar, dass diese Macht benutzt werden konnte, um Gul’dan zur Strecke zu bringen.

Sie flogen mit dem Gyrokopter zum Dunklen Portal, wo Gul’dan schon erfolgreich das Dämonenportal errichtet hatte. Massen von Dämonen strömten durch das schwarze Tor und prallten auf die vereinten Armeen von Allianz und Horde unter dem Befehl von Yrel und Durotan. Die Erde erbebte als Archimonde durch das Portal schritt, um die Unterwerfung Draenors selbst in die Hand zu nehmen.
Den kurzen Moment des Schocks hatten sie schnell überwunden. Es war noch nicht zu spät. Sie kämpften sich am Rande die Stufen hinauf und suchten einen von Trümmern geschützten Ort in der Nähe des Dämonenportals, das wie eine grüne Narbe aus den Trümmern emporwuchs. Unendliche Ströme von Dämonen ergossen sich auf die Stufen unterhalb von ihnen und sie konnten nur einen kleinen Teil abwehren, während der Rest die Armee aufzureiben versuchte. Die Kämpfer der Allianz und Horde stellten sich jedoch tapfer Archimonde und hielten ihn in Schach.

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Währenddessen aktivierte Xoranya das Artefakt. Es schien die gesamte Energie des Kosmos in sich aufzusaugen und wandelte sie durch die Paladin in reines Licht um, das zu einer immer größer werdenden Kuppel strahlenden Lichts anschwoll. Xoranya spürte wir diese Enegerie durch sie hindurchströmte, um zu einem gewaltigen Energieball zu werden. Sie konnte nichts anderes tun, als dieser Kraft ein Ziel zu geben.
Wie ein Impuls breitete sich der Lichtball über das Gelände aus und ließ sämtliche Dämonen in heiligem Feuer verbrennen. Das Portal flackerte kurz und wurde dunkel. Archimonde war von der Armee eingekesselt worden und seine Kraft schien zu schwinden. Er stürzte geschwächt zu Boden und stieß mit seiner letzten Kraft Gul’dan durch das Portal, das daraufhin in gleißendem Licht zerbarst.
Eine gespenstische Stille breitete sich aus, als das teuflische Leben aus Archimonde wich, gefolgt von erlösendem Jubel der vereinten Armeen.

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Xoranya hielt immer noch das Artefakt in Händen und blickte auf die unscheinbaren fremdartigen Runen, die auf der goldenen Scheibe konzentrische Kreise bildeten. Nichts ließ mehr darauf schließen, welche unsagbare Macht dieses Artefakt entfesseln konnte und sie überlegte, was sie nun damit tun sollte. Langsam ging sie auf Jack zu und überreichte es ihm. Wenn die Titanen dieses Artefakt auf diese Welt gebracht hatten, hatten sie sicherlich einen Grund dafür und so oblag es den Einheimischen dieses wertvolle Kleinod zu bewahren. Vielleicht war es in der Lage, die Arakkoa von ihrem Fluch zu befreien, so dass sie wieder in Frieden miteinander leben konnten. Wenn die Teufelsmagie von dieser Welt getilgt und die tiefen Wunden geschlossen werden sollten, brauchte es Zeit und Kraft.
Sie verabschiedeten sich voneinander herzlich. Jeder musste wieder seiner Wege gehen. Doch ohne den festen Zusammenhalt während dieser Mission, wären sie nicht soweit gekommen.

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Xoranya blickte über die felverseuchte Trümmerlandschaft unterhalb der Stufen des Dunklen Portals. Hier hatte alles angefangen und nun endete es hier.
„Ich finde, es ist an der Zeit heimzukehren,“ sagte sie und blickte zu Kondo, der seinen Arm um ihre Schultern legte. „Ja, mein Stern!“

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