Verwalter Stephens hatte sie mit einer Rüstung aus dem Fundus der Garnison ausgestattet. Es war etwas ungewohnt, die schweren Plattenteile am Körper zu spüren und sich darin zu bewegen, doch ein wenig erfüllte es Xoranya auch mit Stolz, wieder eine Rüstung zu tragen.

Nun wartete sie auf Kondo vor der Kaserne, um mit ihrem Training zu beginnen. Beide begaben sich zu den Kampfattrappen. Die Holzpuppen mit einem grimmig dreinblickenden, auf einen Strohsack aufgenähtes Gesicht, waren ein ganzes Stück größer als Xoranya. Sie umklammerte den Griff ihres Schwertes mit beiden Händen und führte einige Schläge aus, duckte sich unter dem Schild des imaginären Angreifers hindurch und stach ihm in den Rücken. Schnell kam sie ins Schwitzen und musste sich auf eine gleichmäßige Atmung konzentrieren. Sie versuchte Kondos Anweisungen umzusetzen und merkte schnell, wie die seit Jahren einstudierten Bewegungsabläufe sich verselbständigten. Die feststehende Kampfpuppe wurde von ihr verdroschen ohne sich wehren oder entziehen zu können, so dass Xoranya auch schnell langweilig wurde. Es war klar, dass sie nichts von ihrem Kampfgeschick vergessen hatte und sie sich nun würdigeren Gegnern beweisen musste.

Training1

Kondo zeigte ihr den Brief von Eierhüter Aloron, der sie um Hilfe bei der Bekämpfung einer Netherbinderin der Sargerei bat, welche das Brutgebiet der Feendrachen bedrohte. Um sich darauf einstellen zu können, was sie im Schimmermoor erwartete, reisten beide nach Shattrath, das von den Sargerei und mit ihnen verbündeten Orcs besetzt wurde.

Training2

Als sie auf der Anhöhe ankamen, konnten sie beobachten wie gewaltige Verteidigungskristalle über der Stadt schwebten und das Kanonenfeuer, welches von unten kam, abfingen. Es war ein faszinierendes Schauspiel doch gleichsam Ausdruck der Bedrohung, welche von der Kriegsmaschinerie der Orcs ausging. Sie ließen sich im Zentrum der Stadt absetzen und mussten schnell feststellen, dass es von Hexenmeistern und Dämonen nur so wimmelte. Wollten sie nicht entdeckt werden, mussten sie schnell zuschlagen. Und so bahnten sie sich einen Weg durch die Gassen der Stadt und richteten die verdorbenen Diener der Legion mit ihren lichterfüllten Waffen. Einige der verfluchten ehemaligen Draenei hatten Feendrachen gefangen und entzogen ihnen ihre Lebensenergie. Auch wenn die beiden Paladine diesem Treiben ein Ende bereiten konnten, konnten sie doch die armen Wesen nicht mehr retten.

Auf einem kleinen Plateau angekommen, offenbarte sich ihnen ein wundervoller Blick über die Stadt. Wären da nicht die fliegenden Dämonenaugen, könnte man fast meinen, Shattrath wäre eine friedliche Stadt. Die Gebäude waren großteils noch intakt und zeugten von der großartigen Architektur der Draenei. Alles war so glanzvoll und prächtig, dass sie darüber sinnierten wie es hier wohl vor dem Angriff der Eisernen Horde und der Legion gewesen sein mag. Doch wenn sie jene Vergangenheit wiederherstellen wollten, dann hatten sie noch viel Arbeit vor sich. Sie kämpften sich weiter durch die Stadt, bis die Erkenntnis sie einholte, dass dies nicht alleine zu schaffen war. Uns so kehrten sie nach Mondsturz zurück, um Bericht über die Lage zu erstatten.

Training3

Auch wenn ihr Einsatz keine erfreulichen Hintergrund hatte, so fühlte sich Xoranya nach dem Kampf doch großartig. Das Gefühl das Licht wieder durch jede Faser ihres Körpers fließen zu spüren, war berauschend. Sie fühlte sich bereit, wieder ihren Platz als Streiterin des Lichts für Frieden und Freiheit der Schwachen und Unterdrückten einzunehmen.

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