Pandaria war ein wundersamer Kontinent und die Pandaren ein sehr gastfreundliches Volk. Doch nun, da sie im Tal der ewigen Blüten und somit am Ende ihrer Reise zu den Tempeln der Himmlischen Erhabenen angekommen waren, kam die Zeit Abschied zu nehmen und nach Sturmwind zurückzukehren.

Xoranya stand mit Jordan bei der Blumenhändlerin auf der Terrasse des Schreins der Sieben Sterne und überlegte, welches der kleinen Bäumchen sie als Andenken mit nach Hause nehmen wollte, als Kondo sich von hinten an sie heranschlich und ihr die Augen zuhielt. „Wer bin ich?“

Jordan quiekte vergnügt und auch Xora musste nach dem kurzen Schreck lachen. Sie entwand sich dem Griff und umarmte Kondo mit einem strahlenden Lächeln. Jordan zwängte sich gekonnt dazwischen und wurde von Kondo auf den Arm genommen. Gemeinsam beratschlagten sie, welches Bäumchen das schönste sei und ließen es zum Transport gut verpacken.

Wenn alles gut lief, war ihre Habe schon auf dem Seeweg nach Sturmwind transportiert worden. Die kleine Familie konnte aber dank Kondos Kontakten ein Portal direkt nach Sturmwind nehmen. Jordan war etwas verunsichert und ängstlich als sie davorstanden. Doch Xoranya versuchte ihn etwas zu beruhigen und zögerte dann auch nicht lange. Bevor das Drama sich ausweiten konnte, nahm sie ihn bei der Hand und zog ihn mit sich durch das Portal. Sie selbst nahm das leichte Kribbeln kaum wahr, doch Jordan sah etwas blass aus und beklagte sich über Übelkeit, als sie im Magierturm von Sturmwind materialisierten.

Kondo nahm seinen quengeligen Sohn auf den Arm und brachte sie zu den Pferden, die unten auf sie warteten. Gemeinsam ritten sie durch die belebten Straßen der Stadt und Xoranya fühlte sich gleich wieder heimisch. All die vertrauten Geräusche und Gerüche, die alten Pflaster und bekannten Gesichter.

In ihrem Haus angekommen brachten sie den völlig übermüdeten Jungen ins Bett und Xora sang ihm noch ein Schlaflied vor. Sie zog sich etwas bequemeres an und ging dann hinunter ins Wohnzimmer, wo Kondo schon auf sie wartete. Er wirkte etwas nervös und sie fragte sich, was er wieder im Schilde führte, als er sie bat sich zu setzen. Vielleicht hatte er ja Pralinen für sie besorgt? Sie liebte Süßigkeiten so sehr und Pralinen hatte es in Pandaria nicht gegeben.

Doch dann begann er von einer fremden Welt zu erzählen, wo er ihnen ein neues zu Hause errichtet hatte. Er war dort Kommandant einer Garnison und wollte seine Familie bei sich haben. An nichts sollte es ihnen dort fehlen. Selbst einen persönlichen Hauslehrer für Jordan hatte er organisiert, damit der Junge mit seiner Ausbildung beginnen konnte.

Xoranya war erst einmal sprachlos. Sie hatte alles erwartet, doch nicht dass sie gleich nach ihrer Heimkehr wieder in ein unbekanntes Land reisen würde. Kondo spürte ihre Zweifel und fragte, was sie davon hielt. Sein gespannter und begeisterter Blick verriet ihr, wie sehr er sich dies wünschte und löste all ihre Zweifel auf.

Mit einem strahlenden Lächeln griff sie nach seinen Händen. „Egal wohin du auch gehst. Ich gehe mit dir!“

Xoranya spürte wie Kondo ein Stein vom Herzen fiel, als er sie umarmte und leise flüsterte bevor er sie küsste: „Mein hellster Stern Azeroths.“

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