Am nächsten Morgen genossen sie ein herzhaftes Frühstück aus Fischröllchen bevor sie ihre Reise fortsetzten. Da die Passage zum Kun-Lai Gipfel sehr beschwerlich und auch gefährlich wegen marodierender Saurok war, mieteten sie einen pandarischen Flugdrachen. Der Flug ging sehr rasant von statten und schon nach wenigen Minuten landeten sie wohlbehalten in Binan.

In Binan organisierte Kondo zwei Yaks. Auf den Rücken dieser zotteligen und gemütlich daher wackelnden Tiere genossen sie die neue, völlig andere Umgebung. Die spärlich bewachsene Steppe von Kun Lai bot vielen Tieren ein zu Hause. Falken kreisten über ihnen, doch am beeindruckendsten waren die Mushanherden, welche die Erde zum Beben brachten wenn sie in der Nähe passierten.
Von der Straße aus konnten sie einen nahegelegenen Stückpunkt ausmachen, wo sie hofften eine kleine Pause machen zu können. Doch je näher sie kamen, desto deutlicher wurde ihnen bewusst, dass sie einen Wachposten der Horde entdeckt hatten. Sie machten einen großen Bogen um die Siedlung und hofften, bald ein Dorf der Einheimischen zu finden.

Der Weg führte schließlich immer weiter bergauf und aus der Ferne konnte man die schneebedeckten Hügel des Gebirges sehen. Ein kalter Wind blies aus Norden und ließ sie frösteln. Doch gerade als Xoranya immer sehnsüchtiger nach einer warmen Tasse Tee dürstete, erreichten sie eine Bergkuppe und dort lag er vor ihnen: der Tempel des Weißen Tigers.
Majestätisch erhoben sich die Dächer gegen den vom Abendrot erleuchteten Himmel und die letzten Sonnenstrahlen zauberten einen warmen Schein um die Anlage.
Da der Weg zum Tempel noch weit war, kehrten sie auf einem Basar der Grummel ein, einem kleinwüchsigen Volk von Händlern, wo sie eine kleine Unterkunft fanden. Sie saßen noch etwas am Lagerfeuer beieinander und Kondo kochte eine köstliche Suppe für sie alle bevor sie zu Bett gingen.

Am nächsten Morgen war Jordan schon ganz hibbelig, da nun der Anstieg zum Tempel vor ihnen lag. Am Fuß des Berges lagen mehrere Trainingsgelände, wo junge Mönche ihre Fähigkeiten auf die Probe stellten. Sie beobachteten sie eine Weile, bevor sie weiter zum Tempel emporstiegen. Allein der steile Weg war schon eine Herausforderung an sich. Doch nichts was sie bisher sahen, hätte sie auf das vorbereiten können, was sie oben erwartete.
Der Tempel selbst war eine gewaltige Arena. Auf dem ganzen Gelände hatte man schon den Eindruck gewonnen, dass der Wettkampf ein zentrales Element dieser Kampfkunst war, doch der Tempel war die Krönung des Ganzen. Ehrfürchtig verweilten sie einige Zeit in dieser Halle bevor sie die weitläufige Tempelanlage weiter besichtigten.

Als der Tag schon weit fortgeschritten war, verließen sie den Tempel wieder. Sie folgten der Straße nach Norden, die sie durch einen kleinen Tunnel führte. An einem Felsvorsprung endete der Tunnel und offenbarte den Blick auf eine unterhalb des steilen Abhangs gelegene kleine Stadt am Strand. Ein Heißluftballon wartete dort, um Besucher sicher in die Tiefe zu geleiten. Jordan war völlig aus dem Häuschen, als er den Ballon sah und kletterte sofort hinein. Gemeinsam ließen sie sich zum Städtchen Zouchin hinunter fliegen.

Das Klima an dieser nördlichen Küste war ungeahnt mild, so dass sie sich auf die Veranda des Gasthauses setzten und noch ein wenig den ruhigen Abend genossen. Sie träumten von einem Häuschen am Wasser, wo Kondo seiner Angelleidenschaft nachgehen konnte und überlegten, wie ihr gemeinsames Leben von nun an aussehen konnte. Müde und glücklich fielen sie in das große weiche Pandarenbett.

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