Ein kalter Luftzug ließ sie erwachen.
Müde setzte sich Xoranya in ihrem Bett auf und rieb sich die Augen, da wurde sie der Gestalt gewahr, die in der Zimmertür stand. Es war noch finster und nur die Umrisse des Mannes waren zu erkennen. Er trug eine Robe und einen weiten wallenden Umhang. Über seine Schultern fiel langes Haar, doch sein Gesicht blieb in der Dunkelheit verborgen. Und dennoch war ihr seine Erscheinung so vertraut, dass sie keine Angst hatte. Der Mann sprach zu ihr, doch sie konnte nicht hören was er sagte. Aber sie erkannte seine Stimme. Viel zu lange hatte sie sie nicht mehr gehört.
Kondo legte seinen Arm um ihre Hüfte und Xoranya schlug die Augen auf. Wieder war es nur ein Traum gewesen. So wie jeden Tag seit sie in ihr Haus im Holzfällerlager zurückgekehrt war.
Jeden Tag sah sie diesen Mann in ihren Träumen, der zu ihr sprach und den sie zu kennen glaubte. Immer wachte sie mit dem Gefühl auf, das Haus möglichst schnell verlassen zu müssen. Sofort eilte sie dann zu Jordans Wiege, um zu sicher zu gehen dass er noch da war. Aber er schlief friedlich und alles um sie herum war ruhig.
Sie redete sich ein, dass der Traum Nachwirkung der Schrecken der letzten Wochen gewesen sei und hoffte, dass er von alleine verschwinden möge.
Xora kuschelte sich in Kondos Arm und schloss wieder die Augen. Gestern hatte sie ihm von dem Traum erzählt. Auch er fand ihn sehr seltsam. Er schlug vor vielleicht doch wieder in die Stadt zu ziehen, um die Sicherheit der beiden zu gewährleisten.
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Außerdem wollte Xoranya ein Kindermädchen einstellen, um sie zu entlasten und auch Zeit für andere Dinge zu haben. Doch wie sie an eine vertrauenswürdige Person kommen sollten, wußten beide noch nicht. Vielleicht konnte Nezihe ihnen dabei helfen.
Auf jeden Fall hatte Kondo ihr einen ganz besonderen Tag versprochen. Er wollte wieder etwas leckeres für sie kochen. Allein bei dem Gedanken daran bekam sie schon Hunger. Doch noch bettete sich der Wald von Elwynn in trüben Nebel, der das Leben in Schweigen hüllte bis die ersten Sonnenstrahlen ihn vertreiben würden.

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