Nachdem sie Jordan bei Cyndra abgegeben hatten, machten sie sich auf den Weg zum Blutgiftposten. In den untersuchten Schriftstücken war dies und der Name Winna Hazzard der einzige weitere Hinweis, wie die fehlenden Informationen zu der myteriösen neuen Krankheit aufzutreiben waren. Der Greifenmeister in Dolanaar stellte ihnen einen Flug zum Wisperwindhain im Teufelswald zur Verfügung. Von dort aus ging es weiter nach Süden. Eine Nachtelfenjägerin riet ihnen nach einer Dyrade Ausschau zu halten, welche die seltsamen Vorgänge im Posten untersuchte. Zu ihrer Überraschung fanden sie an einer Straßenkreuzung nicht nur besagte Dyrade, sondern auch einen kranken Tauren. Die Dyrade war damit beschäftigt, für ihn eine Arznei herzustellen, damit ihm nicht dasselbe Schicksal widerfuhr wie den anderen Bewohnern des Postens. Und so halfen sie dabei heilsame Pilze zu sammeln und die lästigen Schleimkreaturen zu beseitigen. Xoranya steckte auch etwas von den Pilzen für sich ein, falls deren heilsame Wirkung auch Jordan helfen konnte. Nachdem der Taure die Arznei zu sich genommen hatte, berichtete er davon dass eine Apothekerin der Verlassenen mit Namen Winna Hazzard Experimente durchgeführt hatte und einen Schleim entwickelt, der seine Kameraden in unwirkliche Monster verwandelt hatte.
Kondo und Xoranya sahen sich an. Das war genau der Name, der in den Pergamenten von dem Forschungslabor zu finden war.
Sie machten sich also auf die Suche nach der Untoten. Unterwegs begegneten ihnen die schleimartigen, fast geisterhaften Kreaturen, die allesamt einst stolze Tauren gewesen sein mussten.
Bei den Gebäuden fielen ihnen wieder diese Kisten auf, die alle ebenfalls den Schriftzug ZORAMGAR aufwiesen.
„Das kann kein Zufall sein,“ sagte Kondo.
Sie folgten weiter dem Weg, bis ihnen schließlich ein atemraubender Gestank entgegenschlug. Ätzende Dämpfe gingen von einem Gebäude aus und kleine Rinnsale von giftgrünem Schleim bahnten sich ihren Weg die kleine Anhöhe hinab. Mitten in einem gewaltigen Schleimbecken stand eine Untote und grüne Schleimtentakel wanden sich um sie.
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Sie schien die beiden zunächst gar nicht wahrzunehmen. Erst als sie ihr die Ohrmarke ihres Kätzchens zeigten, welche sie auf den Rat des Tauren hin zuvor besorgt hatten, kam sie aus dem Haus heraus. Offenbar war ihr nicht klar, wer dort draußen auf sie wartete. Xoranya sprach das Richturteil und Kondos gleißende Klinge bohrte sich tief in den toten Körper, der wie eine leere Hülle zusammenfiel.
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Der grüne Schleim lief aus ihrem Mund und den Wunden. Xoranya hielt den Atem an und durchsuchte sie schnell bis sie einige eingerollte Dokumente zwischen ihren Knochen fand. Sie warf einen kurzen Blick darauf, konnte die seltsamen Schriftzeichen aber nicht entziffern. Hoffentlich war das der fehlende Teil der Formel, die sie suchten.
Kondo nahm noch eine Probe des Schleims und dann verließen sie schleunigst diesen grauenvollen, lebensfeindlichen Ort.
Der Taure war froh von Winnas Ableben zu hören und es schien ihm auch schon viel besser zu gehen. Freundlich verabschiedeten sie sich und kehrten nach Dolanaar zurück, um Cyndra von ihren Entdeckungen zu berichten.

Xoranya saß mit Jordan am See und fuhr mit der Hand durch das kühle klare Wasser. Der Kleine streckte seine Händchen aus, um auch ins Wasser zu langen. Xoranya hielt ihn am Bauch fest, damit er nicht vornüberkippte. Quietschend begann er zu Spritzen und protestierte lauthals, als Xora ihn wieder ein Stück zurückzog, damit er sich nicht gleich komplett nass machte.
„Lady Connor?“ Eine Schildwache war wie aus dem Nichts hinter ihnen aufgetaucht. Bisweilen fand Xora deren Fähigkeit sich völlig lautlos im Wald zu bewegen erschreckend. Sie hob Jordan auf ihren Arm und stand auf.
„Cyndra ist zurückgekehrt und wünscht Euch zu sprechen.“ Ohne ein weiteres Wort wand sie sich ab und schien davon auszugehen, dass Xora ihr folgen würde.
Cyndra empfing sie mit einem freundlichen Gesichtsausdruck, das konnte nur Gutes bedeuten.
„Lady Connor, es wird Euch freuen zu hören, dass es uns gelungen ist, die Formel zu entschlüsseln und ein Heilmittel für diese neue Krankheit zu entwickeln. Alle Stützpunkte der Allianz in Kalimdor werden mit Informationen darüber versorgt werden, so dass sie einer möglichen Ausbreitung schnell entgegen wirken können.“
Xoranya hatte ihre Worte noch gar nicht richtig erfasst, als Cyndra ihr ein Päckchen entgegenhielt.
„Wir übergeben Euch als Abgesandte des Königreiches Sturmwind dieses Paket. Es enthält alle unsere Forschungsergebnisse und einen Notfallplan. Übergebt dies Eurem König und sorgt dafür, dass die Allianz in den östlichen Königreichen davon Kenntnis erhält. Wir glauben, dass die Gefahr einer Ausbreitung dort am höchsten ist.“
Xoranya nahm das Paket und brachte nur ein „Jawohl!“ heraus. Sie konnte vor Freude noch gar keine Worte finden. Cyndra reichte ihr einen weiteren Beutel mit den Worten :“Dies ist die Medizin für Euren Sohn. In dem Beutel findet ihr eine Phiole mit einer Markierung darauf, soviel muss er einmal am Tag einen Mondumlauf zu sich nehmen. Da er noch sehr klein ist, ist eine niedrige Dosierung über einen längeren Zeitraum nötig. Sollte er die Medizin nicht vertragen, sucht sofort einen Arzt auf und benachrichtigt mich. Wenn es keine Komplikationen gibt, erwarte ich Euch in einem Monat wiederzusehen, um weitere Tests zur Kontrolle durchzuführen.“ Die kühle Art der Elfe konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass sie diese Menschen in ihr Herz geschlossen hatte.
Xoranya bedankte sich herzlich und versprach sich genau an ihre Anweisungen zu halten.
Mit einem strahlenden Lächeln begab sie sich ins Gasthaus, um ihre Sachen zu packen und alles für die Abreise vorzubereiten. Kondo war bereits wieder im Einsatz. Bevor sie aufbrach, wollte sie ihm jedoch noch die tolle Neuigkeit mitteilen und setzte einen Brief auf.

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