Das Schiff legte am Hafen von Sturmwind an. Mit festem Schritt betrat er den Landungssteg. Er atmete die frische Luft ein und freute sich auf Xoranya und seinen Sohn. Rasch ging er zum Stallmeister, sattelte sein Pferd und machte sich auf den Weg.

Vor seinem Haus sprang er aus dem Sattel und rief nach Xoranya. „Ich bin wieder da mein Stern!“, rief er ganz laut und stürmte in das Haus.
Kondo stutze, als er die Tür öffnete. Im Haus stand Olc mit zwei Worgen. Sie unterhielten sich angeregt. Olc begrüßte ihn freundlich und die zwei Worgen stellten sich vor.
Kondo freute sich, das die Tempelwache Verstärkung bekam. Sie konnten jeden gebrauchen. Kondo wandte sich den dreien zu und sagte, „Entschuldigt mich bitte. Ich werde jetzt zu meiner Frau gehen und mein Sohn in den Arm nehmen“. Er nickte ihnen zu und ging nach oben.
Als er nach oben kam, saß Xoranya im Bett und Nimphaea kümmerte sich um sie. Freudig ging er auf Xoranya zu, umarmte sie und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Sie zitterte leicht und hielt ihn ganz fest. „Was tust du am helllichten Tag im Bett, mein Stern?“ Xoranya schaute ihn etwas verwirrt an. „Ich wurde vergiftet!“
Kondo wusste im ersten Moment nicht, was er sagen sollte. „Was meinst du? Was ist hier los? Und wo ist unserer Sohn?“ Xoranya sah ihn mit glasigen Augen an. Plötzlich stand sie auf und lief überall im Haus umher um nach Jordan zu suchen. Kondo rannte hinterher und schaute in jede Ecke. Aber sie fanden ihn nicht. Schluchzend warf sie sich auf das Bett und weinte. Kondo umarmte sie und war etwas verstört.
Kondo nahm Xoranyas Gesicht in seine Hände. „Was ist hier passiert?“ Xoranya schaute ihn an und erklärte ihm, das ein Mann da war, der ihr Äpfel verkauft hatte. Sie biss in diesen Apfel, und alles danach wusste sie nicht mehr. Kondo atmete tief aus. „Das kann doch nicht alles wahr sein.“ Was zum Licht hatten sie getan, das ihnen so etwas passiert. Kondo fragte Nimphaea, ob sie hier irgendwas gefunden hatte. Plötzlich zog Sie eine Kette hervor. „Na das hier!“ Xoranya machte große Augen und griff nach der Kette. Diese Kette sah zum verwechseln ähnlich aus mit der, die sie trug. Sie erzählte von ihrem Bruder, dem diese Kette gehörte und von ihrer Stiefmutter, die nie gefunden wurde, nachdem das Haus in Westfall niederbrannte und ihr den Bruder und Vater nahm. Wie konnte diese Kette in die Wiege von Jordan gelangen? Es gab nur eine Antwort ihre Stiefmutter war nie gestorben und sie hatte Jordan entführt. Kondo wurde wütend und ein perfider Plan begann Gestalt anzunehmen. Kondo musste seine Wut los werden. Er ging zu einem Fass und trat immer und immer wieder dagegen, bis es zerbrach. Erst dann hörte er erschöpft auf.

Das was jetzt zu tun war, würde nicht mit den Richtlinien der Tempelwache übereinstimmen. Deshalb stand sein Plan fest. Er würde es tun, was auch immer es kosten mag. Kondo trat vor die Anwesenden und befahl ihnen sich in einer Reihe aufzustellen.
„Das was ich jetzt zu euch sagen werde, wird euch nicht gefallen. Aber es ist unausweichlich. Das, was Xoranya und ich zu tun haben, wird nicht die Zustimmung des Tempels finden. Deshalb werde ich euch das letzte Mal einige Befehle geben. Erstens werde ich als Kommandant der Tempelwache zurücktreten und zweites meinen Nachfolger selber bestimmen.“ Kondo sah Olc an. „Herzlichen Glückwunsch Olc, du bist der neue Kommandant, bis der Tempel eine neue Entscheidung trifft.“ Olc schaute ihn verständnislos an und sagte, „Mit Sicherheit nicht!“ Kondo wandte sich an Olc und sprach mit fester Stimme, „Das ist mir egal! Du fügst dich, bis der Tempel neu entscheidet. Drittens werden Xoranya und ich allein aufbrechen. Was auch immer ihr über uns hören werdet, denkt nicht schlecht von uns. Wir werden Dinge machen, die nicht Ehrenhaft sein werden. Wir werden schreckliche Dinge mit unseren Feinden anstellen. Wir werden in einem Meer aus Blut wandeln um unseren Sohn zurück zu holen. Und genau das können wir nicht als Tempelwächter tun, sondern nur als Privatpersonen. Die Tempelwache darf keinen Schaden dadurch nehmen.“ Kondo legte seinen Wappenrock ab und legte ihn langsam und ordentlich auf das Bett. Ein kurzer Blick auf den Wappenrock genügte um alle fantastischen Abenteuer zurückkehren zu lassen. Mit einem Ruck löste er sich und nahm Xoranyas Hand. Plötzlich tauchte sein Knappe Lusius mit einem wichtigen Brief auf. Kondo nahm ihn entgegen und öffnete ihn schnell. Er blickte in Xoranyas Augen und sagte zu Ihr, „Das ist vom Entführer! Er will uns in Andorhal treffen.“ Sie verabschiedeten sich noch von den anderen. Olc ging beleidigt aus dem Haus und Kondo sagte zu Nimphaea. „Pass auf den kleinen, dicken Brummelkopf auf!“

Xoranya nickte leicht und sie gingen zusammen aus dem Haus. Olc schaute ihn am Ausgang an und sagte etwas von den Irdenen die einen großen Stein nach ihm werfen sollen. Kondo lachte und wandte sich an Olc. „Das haben sie schon versucht. Und es ist ihnen nicht gelungen. Die Tempelwache braucht dich. Du wirst die Aufgabe bewältigen. Da bin ich mir sicher. Pass auf die anderen auf!“

Kondo nahm Xoranyas Hand sie gingen zum Flugmeister. Olc schrie noch „Connor!“, was aber keine Rolle mehr spielte. Eine grausige Zeit würde für die beiden anbrechen. Zum ersten Mal würden sie eine Mission ohne Genehmigung des Tempels ausführen. Die Konsequenzen waren ihm egal. Das Licht wird sie beschützen. Das Licht in Jordan war stark.

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