Xoranya hielt einen Brief mit dem Siegel der Expedition des Cenarius in Händen.
Wieder der Befehl, sich in der Zuflucht des Cenarius in den Zangarmarschen zu melden, für einen weiteren Auftrag, wozu sie sich als Tempelwächter verpflichtet hatte.
Sie ließ das Pergament sinken und dachte an jene Zeit, als sie das erste Mal nach Darnassus gekommen war. Die Stadt war noch im Aufbau gewesen. Man spürte ganz deutlich die Nachwirkungen des Krieges. Viele hatte es seinerzeit in die Wälder der Nachtelfen gezogen. Einige sind geblieben…so wie sie selbst.
Auf der Suche nach sich selbst.
Wem dienst du?
Auf einmal war sie da, diese Frage.
Wem dienst du?
Sie verstaute das Schriftstück in ihrer Tasche. Nachdenklich überprüfte sie das Geschirr ihres Schlachtrosses.
Sie war nach Shattrath gekommen, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie hatte mit dem Tod ihrer Familie abgeschlossen und mit allem, was sie im dritten Krieg erlebt hatte. Sie hatte gehofft, hier einen Neuanfang zu schaffen. Ihrem Leben ein neues Ziel zu geben. Mit Kondo an ihrer Seite fühlte sie sich stark genug dafür.
Und da war er: A’dal. Und alles hatte sich schlagartig verändert. Die dunklen Schatten waren fort, die ihre Gedanken heimsuchten. Noch nie hatte das Licht solch starke Wirkung auf sie gehabt. Noch nie hatte sie sich ihm so nah gefühlt.
Wem dienst du?
Sie stieg auf ihr Pferd und straffte die Zügel.

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