Xoranya löste gerade eine der Schildwachen ab, die den Eingang des Mondtempels bewachten. Ihre Schultern schmerzten und im Rücken verspürte sie ein unangenehmes Ziehen. Die letzte Nacht war zu kurz gewesen und ihr verspannter Körper wollte nicht zur Ruhe kommen. Auch die Gedanken an Kondo konnten ihr nicht den ersehnten Schlaf bringen.
Als sie geweckt wurde, war es noch früh. Und obwohl Teldrassil keinen Sonnenaufgang kannte, sagte Xoranya ihre innere Uhr, dass der Großteil der darnassischen Bevölkerung ihren Tag erst in einigen Stunden beginnen würde.
Sie blickte bewundernd zu Alaya, der Schildwache neben ihr, hinüber. Regungslos und mit neutralem Gesichtsausdruck stand sie da, blickte immer wieder umher und das mehrere Stunden lang. Eine Unterhaltung war nicht erlaubt und Alaya schien auch nicht willens dieses Verbot zu brechen.
Irgendwie hatte sie den Wachdienst in ihrer Anfangszeit bei der Tempelwache in anderer Erinnerung behalten. Allerdings sah ihr Strafdienst nun vor, dass sie doppelt so viele Schichten zu übernehmen hatte als die Schildwachen. Das bedeutete im Wechsel zwei Stunden Wache stehen und zwei Stunden Meditation im Tempel, um über ihre Verfehlungen nachzudenken.
Xoranya nahm Haltung an und versuchte, den dritten Tag ihres Strafdienstes mit Würde zu beginnen. Während Darnassus ruhig und verschlafen vor ihr lag, schweiften ihre Gedanken ab zu dem, was sie in diese Lage gebracht hatte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s