Xoranya erwachte in ihrem großen Bett im Zimmer des Zauberkastens in Dalaran. Der Platz neben ihr war zerwühlt aber leer. Kondo war schon unterwegs. Auf den Straßen war einiges los und so schlüpfte sie in ein bequemes Kleid und trat auf den Balkon, um zu sehen was solche Aufmerksamkeit erregte.
Fackeln flogen vor ihr in die Luft und die Menge grölte, wenn der Jongleur eine Fackel im letzten Moment noch auffing. Sie sah ihm begeistert zu und klatschte heftig, als er seine Vorstellung beendet hatte.
Es war Sonnenwendfest.
Ein wenig Wehmut umfing sie, als sie an die Sommer in Westfall dachte, wo sie mit ihrem Bruder in den Feldern Verstecken gespielt hatte. Als sie abends an dem gewaltigen Freudenfeuer saßen und den Geschichten der Alten gelauscht hatten. Von fernen Orten und gefährlichen Monstern.
Ein kühler Luftzug ließ sie frösteln. Nun war sie an einem jener fernen Orte und das Grauen, das sie hier gesehen hatte kannte keine Namen.
Was sie wohl ihren Kindern eines Tages erzählen würde?
Sie lächelte.
Leichtfüßig ging sie in den Gastraum und bestellte ein Frühstück.
Gestärkt wollte sie sich auf den Weg in ihre Heimat machen, um das Fest wie in alten Zeiten zu genießen.

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