Sie kam mit der Schwester und einer Priesterin zurück, die Kondo sofort untersuchte und die Blutung der Kopfwunde mit Hilfe der Lichtkräfte vorerst stoppte. Während die Schwester sich daran machte, die Wunde zu säubern, nahm die Priesterin Xoranya zur Seite.
„Die Selbstheilungskräfte Eures Mannes sind sehr stark. Die Prellungen und Kratzwunden werden von alleine heilen, er braucht nur genügend Ruhe und ausreichend Flüssigkeit. Er ist stark unterkühlt. Ich werde Euch heißen Tee und eine Suppe bringen lassen. Seht zu, dass er etwas zu sich nimmt, wenn er aufwacht.“ Sie blickte zur Schwester, die gerade einen frischen Verband um Kondos Kopf legte.
„Die Kopfwunde ist nicht lebensgefährlich….aber….er hat ein psychisches Trauma erlitten und….uns fehlen hier die Möglichkeiten das zu behandeln. Ich empfehle Euch einen Spezialisten aufzusuchen. In Theramore gibt es einen guten Arzt, Gustav van Howzen, ich werde ein Schreiben für euch aufsetzen, mit dem Ihr Euch an ihn wenden könnt. Außerdem würde das gemäßigt warme Klima ihm dort gut tun.“
Xoranya bedankte sich bei der Priesterin, die noch ein Gebet für Kondo sprach und sich dann verabschiedete. Die Schwester gab ihr ein Elixier, das sie Kondo verabreichen sollte, wenn er wieder zu sich kommt.
„Damit die Wunde sich nicht entzündet,“ sagte sie knapp und: „Ich bringe Euch die Suppe und den Tee.“
Xoranya nickte dankbar und setzte sich auf die Bettkante.
Wie in aller Welt sollte sie Kondo nach Theramore bringen?
Sie nahm seine Hand und legte sie in ihre schmalen Hände. Ihr Gesichtsausdruck erhellte sich etwas und sie schöpfte neue Hoffnung. Sie nahm das Schreibzeug aus ihrer Tasche und begann einen Brief aufzusetzen.

Ehrenwerter Magus Greyhair,

ich wende mich in der dunkelsten aller Stunden an Euch.
Mein Mann Kondo hat bei einem Kampf im Kolosseum ein schweres Trauma erlitten und ist nicht mehr Herr seiner Selbst. Mir wurde geraten, ihn zu einem Arzt nach Theramore zu bringen, der auf geistige Krankheiten spezialisiert ist. Jedoch brauche ich Hilfe, um ihn dorthin zu bringen, da er noch schwach und nicht bei Bewusstsein ist.
Eine Seereise würde seinen Zustand nur verschlechtern und wertvolle Zeit kosten.
Deswegen ersuche ich Euch darum, für uns ein Portal nach Theramore zu öffnen.
Ich verbleibe in Hoffnung auf eine baldige Nachricht.

Hochachtungsvoll
Xoranya Connor

Sie faltete das Pergament und schrieb etwas krackelig darauf:

An Bodius Greyhair
Magier
Dalaran

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