… Kälte …
Er öffnete die Augen und sah den blauen Himmel über sich. Er war gestürzt und lag in einer Schneewehe. Mühsam stand er auf und blickte sich um. Alles war so weiß! Nur verschwommen sah er in der Ferne einige Gestalten sich bewegen. Er versuchte zu winken, aber bekam seinen Arm nicht in die Höhe. Nur ein Krächzen kam aus seinem Mund, als er rufen wollte. Langsam lief er auf die Gestalt zu. Die linke Hand zur Faust geballt, damit das Stückchen Fleisch nicht verloren ging. Er musste sich ausruhen. Kondo setzte sich und öffnete die linke Hand. Das Stück Fleisch würde er am liebsten sofort essen. Aber er musste es aufheben. Wer weiß wie lange er noch unterwegs war.
Ein seltsames Geräusch war zu hören. Er blickte auf und sah die Gestallt auf sich zu rennen. Woher kannte er nur dieses Geräusch? Dann fiel es ihm plötzlich wieder ein. Doch es war zu spät!
Ein gewaltiger Ruck ging durch seinen Körper und er wurde niedergestreckt. Es roch widerlich. Kondo konnte kaum atmen. Diese hässliche Fratze mit den scharfen Zähnen versuchte ständig ihn zu beißen. Doch Kondos Überlebenswillen war stark. Er stand auf und konnte den Guhl auf Abstand halten. Aber wie lange noch? Seine Rüstung war Schrott und seine Waffe verschwunden. Allerdings kannte er auch ihre Schwachstellen. Mit letzter Kraft spannte er seinen Körper. Er hebelte den Guhl aus und stand hinter ihm. Sein linker Arm umklammerte den Guhl in Halshöhe.
Kondo wurde übel. Er hatte noch nie einen Guhl umklammert. Das faule Fleisch roch unerträglich. Auf der Oberfläche tummelten sich Maden und fraßen das Fleisch des Guhl. Grüne schleimige Substanzen klebten an ihm und tropften in den Schnee.
Kondo zog den Guhl noch näher zu sich und stemmte sein rechtes Knie gegen den Rücken. Mit einem lauten Krachen brach das Rückrat des Guhl. Er gab einen gurgelnden Laut von sich und brach zusammen. Völlig entkräftet übergab sich Kondo und fiel bewusstlos in den Schnee.

… Schmerzen …
Kondo wachte auf. Wo war er? Lichter tanzten vor seinen Augen. Er versuchte aufzustehen. Es gelang ihm nicht.
… Hunger …
Die linke Hand führte er zum Mund. Sie war leer!
… Xoranya …

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