Xoranya fühlte sich als würde sie schweben. Leicht wie die Wolken, schnell wie der Wind.
Doch plötzlich riss etwas sie in die Tiefe.
Sie fiel.
Sie wollte schreien, doch ihre Stimme versagte.
Mit einem Blinzeln schlug sie die Augen auf und konnte nur mühsam eine Gnomenfrau mit rosaroten Haaren erkennen.
Nur ein leises Stöhnen kam über ihre Lippen, als sie mitteilen wollte, dass sie sich nicht bewegen konnte. Panik stieg in ihr auf und etwas schnürte ihren Hals zu als müsste sie gleich ersticken.
Sie spürte wie jemand auf ihren Rücken schlug und hustete etwas heraus, dann fiel ihr auch das Atmen wieder leichter. Es war ein Stück des Apfels, den sie gegessen hatte.
Das Gefühl der Taubheit nahm wieder Überhand und sie fiel zurück in die Kissen.

Als Rayà die eilige Nachricht von Schwester Athriel erhielt, ahnte sie nichts gutes. Sofort sattelte sie ihren Greif und ritt mit ihm zu Nimphaeas Haus. Sie bat die Gnomin sofort mit ihr aufzubrechen und bei den Connors nach dem Rechten zu sehen, als es an der Tür klopfte. Eine weitere kleine Erdenbürgerin stand vor dem Eingang, diese stellte sich als Cousine Shiho vor und wollte Nimphaea gerade besuchen kommen. Nachdem Eile geboten war, brachen sie schließlich einfach zu Dritt auf. Sie konnten vermutlich jede Hilfe gut gebrauchen….

Als sie zum Haus kamen, fanden sie die Haustür nur leicht angelehnt vor. Rayá öffnete vorsichtig und trat ein. Auf dem Boden lagen überall verstreut rote, glänzende Äpfel, Rayà stutzte. Shiho, die kleine Gnomin, die sie mitgenommen hatten bemerkte:“Von Ordung scheint die Lady nicht viel zu halten?“ Nimphaea und Rayà schüttelten den Kopf. Hier stimmte etwas nicht….

Rayá rief laut Lady Connors Namen, aber keine Antwort. Sie bedeutete den beiden zu warten und schlich vorsichtig die Treppe nach oben. Dort lag Lady Xoranya am Boden und rührte sich nicht. Sie atmete nur flach und war kreidebleich. Vorsichtig trugen die drei Xoraya ins Bett und Nimphaea inspizierte sie. Währenddessen durchsuchte Rayà mit Shiho das Haus nach dem Baby, auch außerhalb des Hauses sah sie sich um, aber keinerlei Spuren waren erkennbar. Shiho hatte einen der Äpfel mit nach oben genommen und Nimphaea gezeigt. Die beiden Gnome untersuchten ihn und kamen zu dem Schluss, dass er vergiftet sein musste. In der Wiege des Kindes schließlich entdeckte Rayà eine silberne Kette mit einem Bernsteinanhänger. Sie zeigte ihn den Gnomen, die sich jedoch auch keinen Reim darauf machen konnten. Drum beschlossen sie, sich später darum zu kümmern….

Es wurde Wasser geholt, Tee aufgesetzt und beratschlagt was am besten zu tun sei. Nimphaea hatte bereits eine Vergiftung diagnostiziert und hatte prompt eine gnomische Idee. Rayá sollte sich hinter Xoranya setzen und ihr fest auf den Rücken schlagen. Diese rauhe Behandlungsmethode hatte aber tatsächlich Erfolg. Xoranya musste Husten und spuckte ein kleines Stück Apfel aus. Sie mussten jedoch sichergehen, um welches Gift es sich handelte, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Sie brauchten ein Gegenmittel und das ziemlich schnell. Rayà machte einen Vorschlag, sie hatte Beziehungen zu jemanden vom S1:7, der sich mit Giften auskannte. So erklärte sie sich bereit, sofort nach Sturmwind aufzubrechen und sich um das Gegenmittel zu bemühen…

Sie fand Jaspar Teufel in der Kommandozentrale des S1:7 und bat ihn rasch um Hilfe. Nach einer kurzen Erklärung und der Übergabe des verhandelten Preises, war Jaspar Teufel schließlich bereit ihr zu helfen. Sie stiegen in den Keller des Hauses hinab, in dem Jaspar seine Gifte und Gegenmittel braute. An den Wänden standen viele Regale, auf denen die unterschiedlichen Reagenzien aufbewahrt wurden. Er nahm das Sück Apfel legte es in Flüssigkeit und entnahm schließlich ein paar Tropfen, die er auf eine Ratte träufelte. Diese zuckte und blieb schließlich leblos liegen. Jaspar war sich sicher, dass es sich um ein schnell wirkendes Betäubungsgift handelte und gab Rayá das entsprechende Gegenmittel. Rayá nahm die Flasche, rief ihm beim hinaus laufen noch einen kurzen Dank zu und schwang sich auf ihren Greifen. Blitzschnell schoß dieser in die Luft und segelte zurück ins Holzfällerlager….

Nach einer Ewigkeit wurde Xoranya wieder ins Bewußtsein zurückgeholt.
Die Gnomin hielt ihr eine Phiole an den Mund und Xoranya verstand, dass es ein Gegengift war, das sie trinken solle. Obwohl sie sich gleich nach dem ersten Schluck am liebsten übergeben hätte, zwang sie sich die Flüssigkeit hinunterzuwürgen. Ein angenehmes, wärmendes Gefühl breitete sich von ihrem Magen aus und griff auf den gesamten Körper über. Sie fühlte sich entspannt und fiel zurück in einen traumlosen Schlaf.

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