Aus der Dunkelheit drang eine leise krächzende Stimme.
„Ein Kind sagt Ihr?“
„Es mag vielleicht ein paar Monate alt sein. Ich kenne mich mit der Physiologie der Menschen nicht besonders aus,“ Valessia’s Stimme klang gleichgültig und kalt.
Ein heiseres Lachen hallte von den Wänden wider.
„Bring‘ es mir!“
„Und die Frau?“
„Gib ihr das hier,“ eine in schwarze Handschuhe gekleidete Hand hielt ihr eine im trüben Licht leicht glitzernde Kette vor die Augen. „Damit sie weiß, mit wem sie es zu tun hat.“
Valessia nahm die Kette entgegen und betrachtete das Amulett, das daran hing. Es war dilletantisch geschmiedet und in der Fassung steckte mehr schlecht als recht ein Bernstein.
Absolut wertlos, dachte sie. Wie Menschen nur an sowas Gefallen finden können.
Sie steckte es dennoch sorgsam ein und wandte sich zum Gehen, doch dann hielt sie inne. „Was ist mit dem Mann?“
„Ihr werdet eine Lösung finden.“

Nachdem sie die Katakomben verlassen hatte und sich dem Thronsaal der Fürstin näherte wurde sie von einem Boten angehalten. Mit den unterwürfigsten Gesten überreichte er ihr einen Brief.
Das Papier war marmoriert und das Siegel mit Gold eingefärbt. Sie erbrach es und las die kunstvolle thalassische Handschrift.
Ein kaltes Lächeln huschte über ihre farblosen Lippen.

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