Als Manari das Gasthaus in der Valianzfeste verliess, ging ihr wieder das absolvierte Training durch den Kopf. Sie konnte es nicht fassen: Xoranya hatte die Übung doch tatsächlich ein wenig schneller geschafft als sie selbst! Wie hatte es nur dazu kommen können?

Das erste Stück auf ihrem Säbler zurückzulegen, hatte ihr bereits einen kleinen Vorsprung eingebracht. Hinter ihr konnte sie Kondo in seiner schweren Rüstung keuchen hören, der versuchte mit ihr Schritt zu halten.

Aber als sie dann in der Mine am ersten Skelett einfach vorbei zum nächsten gerannt war, stutze sie. Wie hatte Kondo das gemeint? Alle Gegner niedermetzeln oder einfach zum Ende der Mine und wieder zurück? Ihre Fähigkeiten, die sie auch als Kundschafterin gut einsetzen konnte, hätten es ihr ermöglicht, ungesehen und ohne sich mit Kämpfen aufzuhalten, den Weg zurückzulegen. Kämpfen, nicht kämpfen? Diese hin und her hatte zu lange gedauert und jetzt konnte sie nicht mehr anders, als sich den Weg mit dem Schwert zu bahnen. Die Gegner waren keine Herausforderung für sie, aber sie kosteten Zeit. Zu viel Zeit.

Als sie auf dem Rückweg aus der Mine heraus noch einmal alles gab, wusste sie bereits, dass es nicht mehr reichen würde. Etwas später traf dann auch Kondo ein, der die Zeit verkündete.

Oh, wie wütend sie war! Mehr auf sich selbst als auf den Paladin. Aber konnte er sich denn nicht verständlicher ausdrücken? Die Regeln so erklären, dass sie jeder verstand? Sie fühlte sich um den Erfolg gebracht. Wer konnte schon schneller sein, als eine Kaldorei? Lächerlich!
Und dann diese seltsamen Blicke, wenn sie sich mit ihresgleichen in der Sprache ihres Volkes unterhielt. Sie vermuteten dann immer gleich irgendwelche Verschwörungne oder ähnliches. Es musste der Neid der Menschen sein, dass sie keine eigene Sprache hatten.

Während sich dann Olc mit der ihm eigenen Ruhe mit Kondo auf den Weg zur Mine machte, reagierte sie ihre Wut an den Erntemaschinen des Bauernhofs ab. Eine nach der anderen verwandelte sie mit ihrem Schwert in Metallschrott.

‚Menschen, pah! Athriel hat doch recht. Man darf sich ihnen nicht zu sehr nähern.‘

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