Rayà saß am Nistgipfel und schrieb eine kleine Nachricht an Ryk. Die Eule sah sie wissend an, als sie den Brief an ihrem Fuss befestigte. „Flieg Cabhag und pass auf dich auf“…

Nervös gind Rayà den Weg am Nistgipfel auf und ab und hielt Ausschau nach der Nachhut. Warten war nicht gerade ihre Stärke. Schwester Amârânth war auch seit heute Morgen weg. Sie wurde zum Sturmfederaußenposten gebeten, da dort der Rüstungsschmied Brannik Eisenbauch schwer erkrankt war und sie sich gleich angeboten hatte zu helfen…

Untätigkeit schlug Rayá aufs Gemüt, in Anbetracht der Umstände. Daher fragte sie den Stallmeister nach einem Pferd und ritt zu Bogens Kante, dort sollte ein Pfad durch den Fels ins Arathihochland führen und Rayá vermutete, dass die Nachhut diesen Weg nehmen würde und ritt ihr entgegen.

Rayà atmete erleichtert auf, als sie die Gruppe kommen sah. Die Nachrichten, die sie brachten waren allerdings erschütternd. Sie wurden entdeckt und Sir Connor verlegt. Rayà fühlte sich schuldig, sie hätte mit Schwester Amârânth vorsichtiger sein sollen. Es schien ziemlich aussichtslos, alles hing nun am seidenen Faden….

Rayà lag unter einem Baum am Nistgipfel und versuchte zu schlafen, aber die schlechten Nachrichten liesen sie ständig grübeln. Und dieser Olc, ein seltsamer Bursche. Sie hatte sich bei einem Bier noch lange mit ihm unterhalten. Er war ziemlich undurchschaubar, aber Rayà vermutete hinter der harten Schale einen weichen Kern. Sie konnte spüren, dass mehr dahinter steckte. Und er hatte gelacht, das erste richtige Lachen seit sie ihn kannte….

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