Kondo war wie immer die Ruhe und Zuversicht selbst. Während Xoranya am Bett des fiebernden Kindes saß, ging er angeln. Alles hatte sie schon versucht, aber dem kleinen Jordan schien es einfach nicht besser gehen zu wollen. Kondo versuchte sie aufzumuntern, aber so recht wollte das nicht klappen.
Da es im Osttal weit und breit keinen niedergelassenen Arzt oder heilkundigen Priester gab, schickte er einen Boten nach Sturmwind, um Nezihe zu kontaktieren. Doch der Bote kam mit schlechten Nachrichten zurück: offenbar war die Priesterin gerade verreist.
So schlug Kondo vor nach Nordhain zu reisen. Im dortigen Kloster gab es kundige Priester, die auf das Wohl der Bevölkerung bedacht waren und ihnen sicherlich weiterhelfen konnten. Xoranya willigte ein und so machten sie sich auf den Weg ins Nordhaintal.

Im Kloster kümmerte sich Priesterin Anetta um die beiden. Sie untersuchte das Kind und stellte alle möglichen Fragen. Schließlich deutete sie auf einen Ausschlag, den sie im Nacken des Kindes entdeckt hatte. Aber Xoranya war der noch gar nicht aufgefallen, weswegen sie sich gleich noch mehr Sorgen machte. Doch die Priesterin schien zuversichtlich, dass die Erkrankung leicht zu behandeln wäre. Sie reichte Kondo eine Liste mit Zutaten aus der er in Sturmwind eine Salbe anrühren lassen sollte und wies Xoranya an, das Fieber mit kalten Wickeln zu senken. In ein paar Tagen sollten sie zu einer Nachuntersuchung wiederkommen. Etwas erleichtert bedankten die jungen Eltern sich und machten sich auf den Weg nach Sturmwind.

Im Magierviertel fanden sie einen Alchemisten, der ihnen die Salbe gleich herstellen konnte. Und da die Rückreise für das Kind zu anstrengend und der Weg zu weit war, beschlossen sie die Tage in Sturmwind zu bleiben. Gleich in der Nähe „Im blauen Eremiten“ nahmen sie ein Zimmer.
Jordan hatte die ganze Zeit tief und fest geschlafen. Xoranya machte das große Sorgen, war er doch ein recht munteres kleines Kerlchen, immer fröhlich und praktisch nicht satt zu kriegen. Nachdem sie die Salbe aufgetragen hatte und Kondo und sie es sich im Bett gemütlich machen wollten, erwachte er schließlich und melde lauthals seinen Hunger. Kondo hielt das für ein gutes Zeichen und so gelang es ihr auch selbst nach dem Stillen wieder etwas Ruhe in den Armen ihrer Liebsten zu finden.

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