Jean Pierre Poulain, ein Recke des Argentumturniers, hatte sich auf Krasus’ Landeplatz eingerichtet. Seine Aufgabe war simpel. Er rekrutierte neue Helden um sie nach Eiskrone zu befördern. Eine wichtige aber langweilige Arbeit.
Am Ende eines anstrengenden Tages verbrachte er selbst sehr viel Zeit am Argentumtunier. Er liebte das Kolosseum und seine Herausforderungen. Die verschiedensten Völker bereiteten sich auf die entscheidende Schlacht vor. Mehr oder weniger erfolgreich. Er hörte die spannendsten Geschichten und wünschte er könnte Teil dieser werden.
Erst neulich hörte er von einer Gruppe, die im Kolosseum tapfer kämpfte aber nicht bis zum Schluss durchhielt. Ein Yeti schleuderte sie quer durch das Kolosseum. Es gab zwei Tote und drei schwer Verletzte. Die drei wurden sofort ins Lazarett gebracht und versorgt. Doch ein Ritter weigerte sich beharrlich in das Lazarett gebracht zu werden. Er redete ständig davon, dass er zu seiner Frau wollte. So ein irrer dachte er bei sich.

Er saß am Feuer und viele Ritter erzählten von ihren Abenteuern, als eine Frau sich zu ihnen gesellte. Sie sah besorgt aus und redete lange mit einem Zwerg, der angetrunken war. Nach einer Weile stand sie plötzlich auf und ging davon. Neugierig setzte sich Jean zum Zwerg und frage ihn aus. Er wollte mehr über diese Frau erfahren. Vielleicht könnte er sie näher kennenlernen. Der Zwerg erzählte ihm die Geschichte der Frau. Ihr Name war Xoranya und sie suchte einen Ritter der Hondo oder so hieß. Jean Pierre Poulain überlegte. Das war doch der Irre, der nicht ins Lazarett wollte.

Jean stand auf und lief zum Lazarett. Die Frau kam gerade aus dem Zelt. Ihr Gesicht war starr und eine Träne lief ihr über das Gesicht. Jean sprach die Frau an und im ersten Moment brachte sie kein Wort heraus. „Ihr sucht jemanden, wenn ich mich nicht täusche?“ Sie schaute ihn immer noch an und nickte leicht. „Ich suche meinen Mann. Kondo Connor. Wisst ihr wo er ist?“ Jean erzählte ihr von einem verwirrten Ritter. Er erzählte ihr, dass er trotz seiner Verletzungen nicht aufzuhalten war. Vier Pfleger hatten es nicht geschafft ihn festzuhalten. Wie von Sinnen lief er Richtung Westen. Sie rannten noch hinter ihm her, aber im Schneegestöber verloren sie bald seine Spur.

Jean hatte eine Idee. Sie besuchten das Lazarett um den Leiter zu treffen. „Captain Gessler, ich hätte eine Frage. Wo habt ihr den verwirrten Ritter, der euch gegen das Schienbein trat, zuletzt gesehen?“ Gessler murmelte etwas von einem Verrückten, der ihm das Leben schwer machte. Er bückte sich und massierte sein Bein. Kurz und knapp sagte er „Tal der gefallenen Helden“. Und wenn ihr ihn findet, richtet ihm aus, das er mir noch was Schuldet! Danach verschwand er wieder.
Das ist doch ein guter Hinweis, versuchte er die Frau zu beruhigen. Er holte eine Karte aus seiner Tasche und markierte eine Stelle.

„Ich hoffe, dass die Karte euch helfen wird“. Xoranya nahm die Karte an sich. „Ich danke euch!“ Dann verschwand sie.
Sie hatte noch nicht einmal nach seinem Namen gefragt. Traurig blickte er ihr nach. Was für ein glücklicher Mann muss das sein, der so eine Frau an seiner Seite hatte.

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