Kondo freute sich. Nach langer Zeit würde er endlich Xoranya wiedersehen. Zu viel Zeit war vergangen und er vermisste sie.
Ihr Brief, den Sie vor 5 Tagen schrieb, verhieß nichts gutes. Sie wollte nach Herdweiler reisen um den scharlachroten Kreuzzug zu helfen. Kondo wusste nicht, was er davon halten sollte. Eines stand aber fest. Sie hatten einen gemeinsamen Gegner. Die Geißel!

Kondo setze sich in Gras an der Zugwindspitze. Xoranya musste jeden Augenblick eintreffen.
Ein freundliches „Hallo“ riss ihn aus der Meditation. Sie war endlich da. Er stand auf und wollte ihr entgegen gehen. Doch kaum hatte er ein Schritt getan, als Xoranya auf ihn zustürmte, ihn umarmte und ihn leidenschaftlich küsste.
Beide waren froh sich endlich wiederzusehen. Nach einer langen zärtlichen Begrüßung konnte Kondo sich dazu bewegen Xoranya auszufragen, was Sie in den letzten Tagen erlebte. Und so erfuhr er von Lorik und wie enttäuscht Sie war, als er sie wegschickte.

Mit ein paar Späßen vertrieb Kondo die immer noch tiefe Enttäuschung von Xoranya. Er verwandelte sich in einen Schneemann und machte Witze.
Aber es gab noch einen anderen Grund, warum sie sich hier trafen. Kommandant Ashlam Ehrenschlag hatte eine Aufgabe für die beiden. Sie mussten die Verteidigung von Andorhal durchbrechen und jeden Turm mit einer Signalfackel markieren.
Das war keine leichte Aufgabe. Andorhal wurde komplett von der Geißel überrannt und von einem Lich kontrolliert. Aber hier konnten Sie endlich Rache an der Geißel nehmen.

Sie machten sich auf den Weg. Es war nicht weit entfernt von der Zugwindspitze.
Gleich am Ortseingang trafen Sie auf die ersten Guhle. Hässlich stinkende Gestalten. Ein kurzer Kampf entbrannte. Ein einzelner Guhl hatte sie angegriffen. Wahrscheinlich ein Vorposten.
Langsam überquerten Sie die Brücke um zum ersten Turm zu gelangen. Die Anzahl der Gegner stieg stetig an. Die Kämpfe wurden immer verbissener und ihre Waffen waren besudelt vom Blut der Untoten.
Kondo nahm den nächsten Gegner schon ins Visier, als er einen Aufschrei hinter sich hörte. Ein Guhl hatte sich heimlich hinter Xoranya geschlichen und griff sie an. Kondo rannte zurück und durchtrennte den sabbernden Guhl mit einem Hieb, der das reine Licht verkörperte.
Xoranya schaute Kondo liebevoll an, küsste ihn und bedankte sich.
Einige Zeit verging und hinter den beiden waren nur noch die Reste der Geißel zu sehen. Überall lagen abgetrennte Körperteile herum und das stinkende Blut bildete einen Großen See. Einen See Ihrer Rache!
Im Zentrum von Andorhal stand der Lich umgeben von seinen zahlreichen Dienern. Leider war er nicht das Ziel der beiden. Gerne hätten sie ihn zur Strecke gebracht. Doch die Zeit drängte, und es mussten noch zwei Türme markiert werden. Wiederwillig schlugen sie eine andere Richtung ein, um Ihren Auftrag zu beenden.
Nachdem sie den dritten Turm markiert hatten, viel Kondo eine Gruppe von scharlachroten Kreuzzug Rittern auf. Seltsamerweise wurden sie nicht von den Guhlen angegriffen! Kondo fragte Xoranya, was sie davon hielt. Aber beide konnten keinen plausiblen Grund finden. Sie beschlossen, die Ritter im Auge zu behalten.

Nachdem Sie den letzten Turm markiert hatten, machten sie sich auf die Rückreise zur Zugwindspitze. Am Ortsausgang hatten Sie es noch mit einigen Guhlen zu tun. Xoranya zögerte nicht lange und schlug kräftig in die faulenden Reihen.
Plötzlich erblickte Kondo einen Fleischgolem. Er gab Xoranya ein kurzes Zeichen und stürmte auf diesen ekligen Fleischberg zu. Sein Schwert drang tief in die stinkende Masse. Hinter dem Golem tauchte Xoranya auf und verletzte ihn schwer. Der Hass dieses Fleischgolems war so groß, das er wie Wild auf Kondo einschlug. Doch Kondo wehrte die Schläge gut ab. Es dauerte nicht lange, und der Fleischgolem ging mit einem Grunzen zu Boden. Beide schauten sich an und lachten. Ein widerliches Stück Fleisch ist das!

Kommandant Ashlam Ehrenschlag war sehr erfreut über ihre erfolgreiche Mission. Sie holten sich ihre Belobigung ab und suchten sich ein ruhiges Plätzchen zur Erholung.
Kondo machte ein Feuer und beide setzten sich in den Armen liegend hin. Sie redeten noch lange, bis tief in die Nacht. Sie scherzten und machten sich über die stinkenden Guhle lustig. Oft sahen Sie sich nur einfach an, vergassen die Welt und küssten sich. Es war eine schöne Nacht. Nach dem großartigen Kampf mussten sie sich aber jetzt zur Ruhe begeben. Sie legten sich eng umschlugen neben das Feuer und schliefen friedlich ein.

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