Diese Erdbeben wurden immer stärker. Kaum war er in Süderstade angekommen bebte die Erde ohne aufzuhören. Kondo‘s Pferd scheute. Nur mühsam konnte er es beruhigen. So schnell er konnte machte er sich auf den Weg um auf dem Hof nach dem Rechten zu sehen.
Von weitem sah er Rauch aufsteigen. Er konnte deutlich sehen, wie das Rathaus brannte. Was war hier los? Noch einmal beschleunigte er seinen Ritt. Ein Unbehagen machte sich in ihm breit.

Es war furchtbar. Das Dach vom Rathaus stürzte gerade ein als er vorbei ritt. Alle Häuser brannten und Tote lagen auf der Straße. Was aber viel schlimmer war, die Tatsache, dass unglaublich viele Untote sich hier herum trieben. Das kann nicht sein! So laut er konnte rief er „Xoranya“. Sein Ruf verebbte im allgemeinen Kampfgeschehen.
Sein Schlachtross bahnte sich einen Weg durch Unmengen von Untoten. Dutzende wurden zur Seite geschleudert oder von Ihm niedergeritten. Von weitem sah er sein Heim noch intakt dastehen, aber vor der Tür stand ein Untoter.
Die Tür öffnete sich und der Untote stieß zu. Ängste breiteten sich in Kondo aus. Bitte nicht Xoranya, bitte nicht Xoranya, betete er vor sich hin. Erst jetzt konnte er sehen, wer das Opfer des Untoten war. Das Schwert steckte im Körper von Hubert, ihrem treuen Knecht. Unbeschreibliche Wut und die Sorge um seine Frau überkamen ihm. Erst kurz vor dem Haus, mit großem Tempo, sprang er mit einem lauten Schrei und erhobener Axt vom Pferd, direkt in den Rücken des Untoten.
Die Axt durchtrennte den Körper des Untoten und ihrem schon toten Knecht. Durch den Schwung wurden alle drei tief ins Haus geschleudert. Die vier Teile der Körper rutschten quer durch den Raum. Kondo rollte sich ab, lief zur Tür, küsste Xoranya auf den Mund und sagte nur „Egal was passiert, Du bleibst hier drin!“ Danach ging er vor das Haus und verschloss die Tür hinter sich.

Knochen, überall Knochen! So wie es aussah, würde er Xoranya nicht wiedersehen. Massen an Untoten standen ihm gegenüber. Er würde Xoranya beschützen, egal was es kostet.

Die Axt wurde immer schwerer. Die Wellen an Untoten Gegnern ebbten nicht ab. Vor ihm stapelten sich schon etliche Leichen. Lange würde er nicht mehr durchhalten können. Krachend durchschlug er Gegner um Gegner. Die Schneide der Axt sang das Lied des Todes und Kondo war der Komponist.
Seine Rüstung hing in Fetzen an ihm. Sie war nichts mehr wert. Überall heftete widerlicher Schleim und Gestank an ihm.

Ruhe! Die Untoten formierten sich neu. Sie hatten nicht mit so einer Gegenwehr gerechnet. Das musste er ausnutzen. Schnell öffnete er die Tür und zog etwas grob Xoranya heraus. Sie schrie kurz auf. „Wir müssen hier schnell weg!“
Sein Pferd hatte leider nicht überlebt. Die Untoten hatten es bei lebendigem Leib gefressen. Kondo atmete tief durch und riss die beschädigte Rüstung von seinem Körper. Sie liefen so schnell es ging zur Scheune und nahmen das Schlachtross von Xoranya. Sie stiegen beide in der Scheune auf und ritten zum Ausgang. Wieder bahnte sich das Schlachtross einen Weg durch die Massen an Untoten. Sie ritten so schnell es ging Richtung Nistgipfel. Erst als sie dort waren drehte sich Kondo um und schaute seinen Stern an. Angst war in ihren Augen zu sehen, aber es ging ihr gut. Kondo war erleichtert und viel erschöpft vom Pferd …

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