Gähnend macht sich Caalyn auf den Weg in’s Zwergenviertel, das schwerbepackte Pferd mit ihrer Ausrüstung am Zügel hinter sich her führend. Der Genuss einer nicht unerheblichen Menge Zwergenbieres am Vortag macht sich in ihrem Magen und noch schlimmer in ihrem Kopf bemerkbar. Das unerwartete Zusammentreffen mit Olc hatte sich zwar letztlich als glückliche Fügung erwiesen – nicht zuletzt, weil er die Getränkerechnung übernommen hatte -, doch war dieser so beschäftigt gewesen, dass sie kaum ein Wort in Ruhe hatten wechseln können. Stattdessen hatte sie sich die halbe Lebensgeschichte einer – natürlich – absolut trinkfesten Zwergin anhören müssen, was im Lauf der Zeit auch bei ihr selbst zu einigen Bieren zu viel geführt hatte. Von den Gesprächen Olcs mit seinen „Geschäftspartnern“ am Nebentisch hatte sie nur Bruchstücke mitbekommen, es war die Rede von den Pestländern und Probleme eines gewissen „Connor“. Der Name kommt ihr irgendwie bekannt vor; war bei ihrem ersten Zusammentreffen in Nordend nicht auch jemand namens Connor dabei gewesen? Sicher nur ein Zufall.

Schliesslich war sie, nachdem sich die Runde gelichtet hatte, mit Olc übereingekommen, die weite Reise in den Norden gemeinsam anzutreten. Ausrüstung, Karte, Proviant für mehrere Wochen, alles hat sie in ihrem Gepäck bei sich. Am Ziel angekommen, würden sich ihre Wege trennen und sie konnte sich endlich wieder ihrer Berufung widmen.

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