Xoranya tauchte die Feder in das kleine Tintenfaß und streifte sie am Rand des Glases ab. Auf einem knittrigen Blatt begann sie zu schreiben.

Lieber Jordan,

ich vermisse dich so sehr, dass es weh tut. Dein herzliches Lachen, deine sanfte Stimme, deine Mut machende Umarmung.
Du warst immer da für mich.
Du tröstetest mich, wenn ich traurig war.
Du schütztest mich vor Vaters Zorn, wenn ich etwas angestellt hatte.
Du warst immer auf meiner Seite, als ich mich der heilligen Kirche des Lichts verschrieben habe.
Doch wo war ich, als ihr mich brauchtet?
In der Stunde der größten Not habe ich euch alleine gelassen. Ich kämpfte für ein fremdes Volk anstatt euch zu schützen.
Die Schuld auf meinen Schultern wiegt so schwer, dass ich sie kaum zu tragen vermag.
Doch bin ich nun am Ziel meiner Reise angelangt, um dem Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, der verantwortlich ist für euren Tod.
An der Seite von Lady Prachtmeer werde ich die Eiskronenzitadelle stürmen und Arthas aufspüren.
Nur so kann ich meine Schuld begleichen, um euren Seelen den Frieden wiederzugeben und für alle unschuldig Gefallenen.

In ewiger Erinnerung
Deine Schwester

Xoranya faltete den Brief sorgsam und holte aus dem Schrank unter einigen Kleidungsstücken eine hölzerne Schatulle hervor. Dorthinein legte sie den Zettel zu vielen anderen und verstaute das Kästchen wieder nicht sichtbar im Schrank.
Sie legte ihre Rüstung an und nahm ihren Streitkolben zur Hand…

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