Xoranya drehte sich langsam auf die andere Seite. Sie blinzelte. Das Zimmer war leer. Leise hörte sie das Knistern des Feuers. Ihr war kalt. Sie zog die Decke bis zum Hals und schlang die Arme um den Körper.
Nur langsam kamen ihr die Bilder vom Lichterfest wieder in den Sinn und das Ziehen in der Bauchgegend begann von Neuem. Ruckartig setzte sie sich auf. Hatte sie jemanden hereinkommen hören?
„Kondo?“
Sie sah zur Tür, doch sie blieb verschlossen. Von draußen drang das Gezeter zweier Zwerge herein. Ein Krug zerschellte auf dem Boden, dann war es wieder still.
Xoranya ließ sich langsam zurück ins Bett sinken.
„Ihr bleibt vorerst auf jeden Fall hier!“, hatte Themroc gestern gesagt.
Wo sollte sie auch hin?
Neben ihr stand noch das Tablett mit dem Bananenbrot und ein frisches Glas Milch, doch ihr war nicht nach Essen.
Plötzlich waren diese Schmerzen wieder da. Ihr wurde plötzlich ganz heiß und sie schnappte nach Luft. Sie wollte aufstehen, aber die Schmerzen wurden stärker. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn.
„Nezihe….“ Ob jemand ihre Rufe hörte?
Sie drehte sich auf die Seite und versuchte gleichmäßig zu atmen. Nach einer schieren Unendlichkeit ließen die Schmerzen wieder nach. Sie war klitschnass geschwitzt und begann nun erst recht zu frieren. Kraftlos versuchte sie aufzustehen, sank aber gleich wieder ins Bett zurück.
Leise begann sie zu schluchzen, bis die Müdigkeit sie in einen traumlosen Schlaf zog.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s